Dialogues des Carmélites

„Die Inszenierung von Ute M. Engelhardt, seit 2013 freischaffende Regisseurin, geht unter die Haust.“ Ingo Hamacher, www.opernmagazin.de

„Die Aachener Inszenierung der jungen Regisseurin Ute M. Engelhardt ist klar und konzentriert und macht das Stück auf vielen Ebenen lesbar... Das Publikum folgt in Aachen mit atemloser Spannung diesem Werk, das vielleicht die letzte große Oper des 20. Jahrhundert ist.“ Ulrike Gondorf, WDR

„... ist das Verdienst der erstmals in Aachen arbeitenden Regisseurin Ute M. Engelhardt. Sie zeigt ein äußerst feines Händchen in der Kunst, Personen zu führen und gleichzeitig Szenen zu verdichten. Das Sterben der Priorin etwa, das letzte Privatissimum mit Blanche, könnte mit ein wenig Ungeschick im Pathos ersaufen – hier rührt es zu stillen Tränen.“ Armin Kaumanns, Aachener Nachrichtern

„Frau Engelhardt gewinnt vor allem durch Stille und gestische Zurückgenommenheit starke Szenenmomente.“ Christoph Zimmermann, Der neue Merker 

"Zuständig für die Inszenierung der Carmélites ist Ute M. Engelhardt, der mit ihrem ersten Engagement für das Theater Aachen ein Bravourstück gelungen ist. Personenführung, Bühnenarchitektur und Kostümierung (verantwortlich: Jeannine Cleemen und Moritz Weißkopf) korrespondieren vorzüglich mit dem strengen, sakralen Charakter der Musik Poulencs."

Klenkes - Stadtmagazin Aachen

 

„Insgesamt eine Produktion, die sich sehen und hören lassen kann, die entsprechend begeisterten Beifall des Premierenpublikums auslöst und von der zu hoffen ist, dass die Aachener Opernfreunde die Folgeveranstaltungen ebenso zahlreich besuchen werden wie die Premiere.“ Pedro Obiera, O-Ton

 


Jephtha von G. F. Händel

"Jephtha in Detmold ist ein packender Musiktheaterabend, weil Ute M. Engelhardt ihre Deutung dem Stück nicht einfach überstülpt. Sie entwickelt die Charaktere und ihre Handlungen aus Händel psychologisch feinfühliger Musik heraus." WDR5, Scala

 

Kein Happy End, aber nicht ohne Hoffnung: Der Detmolder "Jephtha" hat das Zeug, seine Zuschauer zu berühren. Dass diese innere Anteilnahe, dass Humanität ein fragiles und stets gefährdetes menschliches Gut ist, hat Regisseurin Ute M. Engelhardt großartig herausgearbeitet. Ihr gelingt der Brückenschlag von alttestamentarischer Vorlage zum aktuellen Zeitgeschehen ohne Brechstange und Effekthascherei. Ammon oder Aleppo? Das nimmt sich nicht viel.

(...)

Ute M. Engelhardt erzählt die Geschichte ganz schlicht, nahezu unaufgeregt. Die zentrale Rolle in den Mauerresten einer zerstörten Stadt (Bühnenbild: Petra Mollérus) spielt dabei der - von Chordirektor Marbod Kaiser hervorragend einstudierte - Chor samt Extra-Chor des Landestheaters. Die Sänger verkörpern Menschen, die zu viel erlebt und gesehen haben. Zu viel Gewalt, zu viel Krieg. Dies sind die Menschen, unterwegs auf der verzweifelten Suche nach Frieden und Heimat, die wir täglich in den Nachrichtenbildern sehen. Die Regisseurin zeigt die Starre in ihrem Inneren in Form von Bewegungslosigkeit oder lässt sie in zähem Zeitlupen-Tempo agieren.(...) 

Ute M. Engelhardt (...) zeichnet psychologische Profile und setzt auf starke Bilder. Noch gilt Jephtha als unangefochtener Heilsbringer, da lässt sie ihn sich bereits die Hände blutig machen. Dabei rettet er in dieser Szene eigentlich ein Leben. Das von Hamor, dem Geliebten seiner Tochter.

Diesen Hamor gibt Alin Deleanu nicht nur stimmlich, sondern auch darstellerisch herausragend. Er ist einer der beiden gebrochenen Charaktere dieser Inszenierung, spielt gegen den Text, der in seinem Rollenbuch steht. Die siegestaumelnde Schilderung der gewonnenen Schlacht singt er als zitternder, verstörter Kriegs-Traumatisierter. Simone Krampe als jugendlich-stimmige Iphis, Jephthas Tochter malt sich mit Hamor eine bessere Zukunft aus.

Wie alle Flüchtlinge der Weltgeschichte führt sie den Traum von Frieden, Haus und blühendem Garten im Handgepäck mit sich. Dann kommt der Bruch. Fast übereifrig adaptiert Iphis die Opferrolle, die ihr Vater für sie vorgesehen hat, tritt im Totenhemd auf die Bühne, und aus der zunächst fast heiteren Todes-Verherrlichung - Stichwort: Selbstmord-Attentäter - spricht spielerisch und stimmlich zunehmend der Wahnsinn.

Michael Zehes kraftvoller, eleganter Zebul, Lotte Kortenhaus als verzweifelte Mutter Storge, die dem religiösen Wahn ihres Mannes letztlich nichts entgegensetzen kann: Für all das bereiten Generalmusikdirektor Lutz Rademacher und das Symphonische Orchester des Landestheaters das Fundament mit Georg Friedrich Händels wunderbarer Musik. Die Höhen und Tiefen dieser dramatischen Klangwelt leuchten sie in allen Nuancen aus, vom von Religiosität befeuerten Enthusiasmus bis hin zu düsterster Niedergeschlagenheit.

(...)

Ein Held im Spießer-Outfit, in Karo-Hemd, Cordhose und Popeline-Jacke. Und das soll der Retter sein? Egal - Hauptsache, einer macht den Job. Steven Chambers tut es - sängerisch durchaus überzeugend. Dass Jephtha, der religiöse Fanatiker, ganz am Ende zögert, ob er sich die Herrscherkrone tatsächlich aufsetzen will, lässt das Ende offen. Üppiger Applaus für eine großartige Ensembleleistung.

 

Lippische Landes-Zeitung


Das schlaue Füchslein

HR2 Frühkritik hören

 

 

„Das schlaue Füchslein“ von Leoš Janácek, überzeugend in Frankfurt mit forscher Musik, starken Figuren und einer kompakten, klugen Regie (...) Ute M. Engelhardt, einst Regieassistentin in Frankfurt und mittlerweile als Opernregisseurin erfolgreich, fand dafür Antworten, die bei aller Eindeutigkeit doch einiges klug offen ließen. Der Förster, der eine junge Füchsin fängt, zähmt und sich von ihrer ungestümen Jugendlichkeit neu beleben lässt: In der Frankfurter Inszenierung bleibt immer auch die Möglichkeit im Raum, dass die Füchsin Schlaukopf ein Mädchen ist, das am Rande der Zivilisation lebt, ein Punk, hormonell und sozial auf dem Weg der Selbstfindung. Um dem Förster zu gefallen, geht sie ihm an den Hosenschlitz, sie scheint Erfahrungen gemacht zu haben auf der Straße. Tiermasken tragen die Protagonisten der Fauna nur zu besonderen rituellen Anlässen, etwa wenn Fuchs und Füchsin Hochzeit feiern. Schön zu sehen, wie die Zeit der Tiere von der Zeit der Menschen abweicht. Taucht ein Mensch bei der Hochzeitsfeier auf, bewegt sich alles nur noch halb so schnell.

Es sind Details wie diese, die diese eineinhalbstündige Opernproduktion zum Blickfang machen: Ein Herr Pfarrer, der überall nur pralle Oberweiten sieht, Fleischeslust reckt sich dem Gottesmann entgegen. Ein Frosch (herrlich dargestellt von Isabel Casás-Rama), der mit Taucherflossen über die Bühne schlappt und einfach extrem froschig aussieht dabei. Eine Hühnerschar, die gar nicht auf die Idee kommen will, gegen ihren Hahn zu rebellieren. Großartig sind diese Bilder, und sie wurden von Stephanie Rauch in ein stimmiges Bühnenbild gesetzt, das die Welt der Menschen als grauen Betonplattenbau ausweist, wo das Leben langwierig und ereignislos ist. Die Füchse dagegen leben schnell und intensiv, und ihr Tod ist ebenfalls nicht so zäh und kantilenenreich wie der in Menschenopern. Gestorben wird hier konsequent."

Frankfurter Rundschau, 26.04.2016

 

"Leoš Janáceks Spätwerk „Das schlaue Füchslein“ hatte an der Oper Frankfurt umjubelte Premiere.

Diese beiden Welten, Zivilisation und Natur, sinnfällig auf die Bühne zu bringen, ist Ute M. Engelhardt bei ihrer Frankfurter Inszenierung vortrefflich gelungen. Die Regisseurin zeigt Janáceks Spätwerk als eine Mischung aus Fabel und Sozialdrama, so dass als Ergebnis ein moderner Shakespeare’scher Sommernachtstraum rauskommt – gleichwohl kein Märchen für Kinder. (...) Diese Gefühlswelt ist in Janáceks Musik angelegt, und Ute M. Engelhardt hat es verstanden, diese inneren Regungen in ihrer Ambivalenz auf der Bühne sichtbar zu machen. Die Regisseurin konnte sich dabei auf ein Ensemble stützen, das nicht nur sängerisch herausragend gestaltete – zumal die Aufführung im tschechischen Original gegeben wurde –, sondern das auch schauspielerisch voll und ganz zu überzeugen wusste. Jede Bewegung, jede Geste passte zum Ausdruck der Musik und wurde ohne Übertreibung, ganz natürlich umgesetzt. Zur Spielfreude der Darsteller kam das fantasievolle Bühnenbild von Stephanie Rauch: eine trostlos graue Beton-Wohnwelt, die jedoch immer wieder von der Natur erobert wurde, sei es durch Baumwipfel, die sich vom Schnürboden herabsenkten, oder durch eine Regendusche. Nicht zu vergessen die märchenhaften Kostüme (Katharina Tasch) und die eindrucksvollen Tiermasken (Steve Wintercroft)."

Frankfurter Neue Presse, 26.04.2016


L'incoronazione di Poppea

„Die Verbindung von künstlerischer Exzellenz und sublimer Nachdenklichkeit begeisterte das Premierenpublikum: Ovationen bis hin zum Füßetrampeln, wie es das nur im Bockenheimer Depot geben kann.“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.12.2014

 

„Engelhardts Regie zieht alle Register, um die Verkommenheit der Mächtigen darzustellen. Viel mehr: Sie kostet sie genüsslich aus – und die Zuschauer kosten es intensiv mit aus. Genauso wie sie mit den Tragischen Figuren der Oper mitleiden. Punkten kann die Inszenierung mit vielen Einfällen – und profitiert dabei vor allem vom pfiffigen Bühnenbild von Julia Müer, das mit einem undurchdringenden Geflecht im Hintergrund und allerlei variabel gestalteten Abgründen Rom als golden glänzenden Vorhof zur Hölle schildert.“

Main-Echo, 29.12.2014

 

„Ute M. Engelhardt erzählt die Geschichte schlüssig und nachvollziehbar, mit großer Neugier gegenüber den handelnden Personen, aus deren genauer Beobachtung sich viele schöne und originelle darstellerische Details ergeben. Vor allem die erotischen Szenen zeichnen sich durch Fantasie und Spielwitz aus, wenn Poppea mit Nerone vom Lager steigt oder der Page Valletto mit der Damigella seine Spielchen treibt.“

Opernwelt 02/15  

 

„Das Inszenierungsteam hat sich seine Lorbeeren verdient: Regisseurin Ute M. Engelhardt schöpfte die technischen Möglichkeiten der Bühne für ein spannungsreiches, flüssiges Spiel aus.“

Gießener Allgemeine, 22.12.2014

 

„Dass dreieinhalb Stunden wie im Flug vergingen, ist das Verdienst des Regieteams um Ute M. Engelhardt. Denn Monteverdis ‚Krönung der Poppea’ schlägt im Bockenheimer Depot auch komödiantische Funken.“

Offenbacher Post, 22.12.2014

 

„Im Bockenheimer Depot realisierte die Regisseurin Ute M: Engelhardt für die Oper Frankfurt eine ansprechende, überaus lebendige Version des dankbaren Stückes.“

Frankfurter Rundschau, 22.12.2014

 

„Die Energie geht (...) in lebendige Personenführung, die selbst in den grotesken, komödiantischen Nebenfiguren eine hohe Intensität zeigt.“

Wiesbadener Kurier, 27.12.2014

 

 


Barabbas Dialoge von Aulis Sallinen

"Ute M. Engelhardt ist eine großartige Inszenierung gelungen ebenso wie Julia Müer ein fantastisches Bühnenbild und stimmige Kostüme. Ein Gesamtkunstwerk voller poetischer Bilder, die nachhallen."                                                                                                                                  Von Martha Schmidt am 1.7.2011 in Hanauer Anzeiger

 

"Denn das ist es, was am meisten fasziniert an dieser bemerkenswerten (…) Aufführung: wie sehr solistisch geprägter Instrumentalklang, Gesang, Schauspiel, choreographische Anordnung und Bühnenbild ineinandergreifen und ein betörendes Gesamtkunstwerk en miniature hervorbringen.”                                                                                                                                                                                  Von Wolfgang Sandner am 1.7.2011 in Frankfurter Allgemeine Zeitung

 

"Der Verräter hat mit Florian Plock einen kraftvollen Darsteller, der mit freiem Oberkörper parliert und sich damit in Kontrast zu dem unter der Leitung Sebastian Zierers sehr subtil musizierenden Instrumentalensemble (mit Akkordeon) bringt. Nicht nur dieser Effekt ist Verdienst der Regisseurin Ute M. Engelhardt, die der komplexen Materie gerecht wurde."                                                    Von Ge am 1.7.2011 in Frankfurter Neue Presse

 

"Wenige, aber eindringliche Bilder machen aus dieser Kammeroper ein Kleinod zum Saisonausklang. Engelhardt tut gut daran ihre Bilderlust zu zügeln, sorgt doch Sallinens fantastisch glitzernde und zaubrisch perlende Musik für genug Kopfkino. Und so ist jenes vom weiß gewandeten Kind, das mit einem löchrigen Regenschirm durch wabernden Nebel steigt und den dunklen Gestalten Frieden verkündet, eines der schönsten."                                                                                                                                  Von Bettina Kneller am 1.7.2011 in Main-Echo Aschaffenburg


Madama Butterfly von G. Puccini

"Ute M. Engelhardt gelingt als Regisseurin die Gratwanderung zwischen menschlicher Tragödie und kultureller Differenzen mit der konsequenten Logik finaler Gewalt. Deutlich wird: Die Einzelnen sind Objekte nicht beeinflussbare Mächte!"                                                                                                                                                                         Von Franz R. Stuke auf www.opernnetz.de


"Musikalisch, sängerisch und darstellerisch ein Hochgenuss: Das Premierenpublikum zeigte sich restlos begeistert von Puccinis ‘Madama Butterfly’"                                                          

Von Ilse Franz-Nevermann am 26.9.2011 in Lippische Landeszeitung


"Ute M. Engelhardt entschied, dass sich Puccinis Opernstoff ideal eignet, um ihn 50 Jahre später anzusiedeln. Diese Regiekonzept ging auf und überzeugte."                                                                                                                                                                                                                                Von Wilhelm Friedemann in “Westfahlen Blatt”


Acis und Galathea von G.F. Händel

“Regisseurin Ute M. Engelhardt tut gut daran, vor allem die Möglichkeiten der barocken Bühne auszunutzen. Mit einem Amor, der Schwung in die Sache bringt.”

Von Roberto Becker am 2.7.2013 in www.insuedthueringen.de


"Ute M. Engelhardt hat mit ihrer Ausstatterin (Dorothee Joisten) und ihren Bühnenbildnern (Jeannine Cleemen, Moritz Weißkopf) die Inszenierung am Barock-Historischen ausgerichtet. (…) Die Zuschauer sollen Vergnügen haben an malerischer Szenerie (die in Gotha besonders wirkungsvoll zu machen ist), an historisierenden Kostümen und am Tänzerisch-Pantomischen."

Wolfgang Wicht am 1.7.2013 in Thüringer Allgemeine

 

"Regisseurin Ute M. Engelhardt und ihre Ausstatter haben sich freilich voll in den Dienst der Möglichkeiten dieses Hauses gestellt und mit leichter Hand geboten, was barockes Theater so zu bieten hat. Eine illusionistische Kulissenbühne, die auf eins-zwei zwischen Säulenrund und Nymphenwald wechseln kann. Wasserwogen aus wedelnden blauen Bodentüchern, auf denen man sich durchaus auch mit einem aus Zeitungspapier selbst gefalteten Boot retten kann, wenn es ernst wird." 

Von Joachim Lange am 1.7.2013 in Thüringer Landeszeitung


Orlando von G.F. Händel

"Analog zur Musik gelingt Engelhardt gerade in Orlandos Wahnsinnsszene eine schöne Umsetzung: Da war sehr eindringlich zu erleben, wie Orlando, dieser Kriegsheld mit rasta-Locken, völlig von Sinnen durch den Wald taumelt, dabei aus den Bäumen Blut tropft, das der Held für Tränen der Todesgöttin Proserpina hält."

Von Thomas Hilgemeier auf www.opernnetz.de


"Zwei junge Künstler haben ihr Landestheater Debut mit überwältigendem Erfolg gegeben. ‘Orlando’ von Georg Friedrich Händel erwies sich als zeitlos strahlendes Juwel. (…) Ute M. Engelhardt inszeniert ihre erste Barockoper bewusst reduziert und mit überaus musikalisch angelegter Personenführung."

Von Ilse Franz-Nevermann am 19.4.2010 in Lippische Landeszeitung

 


Das Tagebuch der Anne Frank von G. Fried

"Dem sensiblen Stoff gemäß - ein Mädchen an der Schwelle zur Pubertät, zwei Jahre auf engstem Raum eingeschlossen - ist Ute M. Engelhardt mit Michael Zehetner, musikalischer Leiter und Torsten Rauer, Ausstatter, eine beeindruckende Inszenierung gelungen. (…) Ganz wunderbar fügen sich die flüchtigen Videoprojektionen von Felix Hüsken und Mirko Heilmann in diese Inszenierung ein. (…) Diese Inszenierung besitzt (…) etwas Zartes, Schwebendes."

von jus am 8.3.2008 in “Lippe aktuell”


"Mit sparsamsten, fast schon puristischen Mitteln, hat ein TEam junger Künstler des Landestheaters, an ihrer Spitze die exzellente Kirsten Höhner zu Siederdissen, am Sonntagabend die als Kammeroper gestalteten 21 Passagen aus dem Tagebuch der Anne Frank überaus überzeugend auf die Bühen des Grabbe-Hauses gebracht. (…) So bleibt nur die Hoffnung, dass gerade junge Leute, die möglicherweise sonst mit Oper nichts zu schaffen haben wollen, bald den Weg zu dieser ergreifenden Aufführung finden."

Von Ilse Franz-Nevermann am 4.3.2008 in Lippische Landes-Zeitung


Der Kaiser von Atlantis von V. Ullmann

„Die düstere Parabel über Diktatur und Tod, 1943 im KZ Theresienstadt von Viktor Ullmann und Peter Kien geschaffen, verfehlte ihre Wirkung nicht – auch in Gestalt eines prononcierten Märchenspiels in einer Spielzeugwelt mit Bauklötzen und Marionette (…). Sehr viel Aufwand für nur zwei Vorstellungen – aber eine Gelegenheit für den Nachwuchs, sich die ersten Sporen zu verdienen.”

Von Walter Weidringer am 2.5.2006 in „Die Presse“

                

„Hier gelingt eine rundum ausgewogene Aufführung. Einfache, aber tragfähige, reizvolle Bilder (Regie: Ute M. Engelhardt), eine prägnante musikalische Interpretation (Leitung: Michael Zehetner) und durchwegs gute Sängerleistungen, u.a. von Gebhard Heegmann, Lasse Penttinen, Yasuhi Hirano, Barbara Sommerbauer; die gefallen.” 

Von Oliver A. Láng am 29.4.2006 in „Kronen Zeitung“

 


El dìa de la liberaciòn von Luis Saglie

" (…) Dafür schilderte Regisseurin Ute M. Engelhardt in maßvoll grotesker Überspitzung schlüssig die Story vom alten spanischen Monarchistenpaar (eindrucksvoll: Kwang Il Kim und Patricia Quinta), ihrem tussihaften Dienstmädchen (Nina Bernsteiner) sowie dem Faschisten Fadríque (Roman Payer) und seinem zurückgebliebenen Sohn (stark: Ramón Huidobro), die sich unter dem Tag der Befreiung jeweils etwas ganz anderes vorstellen, nur gewiss nicht das Kommen der Kommunisten.“

Von Walter Weidringer am 2.5.2006 in „Die Presse“

 

„Was der Komponist bekennt, ist sein Faible für eine moderate Moderne. Da kann für Franco schon mal ein heroischer Dur-Akkord erstrahlen, wird freitonal gezankt, bürgen Farbeffekte und ruppige Rhythmen für Spannung. Gelungenes Handwerk, das der Chilene in der Penzinger Studiobühne am Dirigentenpult beweist – wie auch Jungregisseurin Ute M. Engelhardt, die die Handlung in einem putzig stilisierten Haus abschnurren lässt.“

Von Christoph Irrgeher am 29.4.2006 in „Wiener Zeitung“